Roux en-Y Magen-Bypass (RNY)

Was bewirkt der operative Eingriff? Anlage Roux-en-Y Magenbypass

Operative Eingriffe am Magen zur Behandlung der krankhaften Fettsucht haben zum Ziel, die Nahrungsaufnahme und / oder die Absorbtion der Nahrung im Magen - Darm - Kanal einzuschränken. Ein selbstdisziplinierendes Essverhalten ist für diese Form der Adipositaschirurgie nicht erforderlich, da übermäßige Zufuhr von Süßigkeiten und süßen Getränken zu einem sogenannten "Dumping - Syndrom" mit Auftreten eines Schwächegefühls, Schweißausbrüchen, Blässe, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und evtl. Durchfall führt. Darüberhinaus kommt es bei starkem Verzehr von Fett zu übel riechenden Fettstühlen. Während an den oberen kleinen Magenanteil eine tiefer liegende, durchtrennte Dünndarmschlinge hochgezogen und als Kurzschlussverbindung angenäht wird, belässt man den oben blind verschlossenen, größeren Restmagen unberührt in seiner anatomischen Lage und Verbindung zum nachfolgenden Zwölffingerdarm (Duodenum) mit den hier mündenden Galle- und Bauchspeicheldrüsengängen. Das durchtrennte dem großen Restmagen benachbarte kürzere Dünndarmsegment wird schließlich Y - förmig in die vom oberen, kleinen Magenanteil kommende Dünndarmschlinge End - zu - Seit eingenäht. Das auf diese Weise geschaffene Fassungsvolumen der oberen Magentasche beträgt etwa 20 bis 90 ml bei einem Magenausgangsdurchmesser in den hochgezogenen Dünndarm von etwa 1 cm. Bei dieser Form der Operation wird eine funktionelle Verkürzung des Dünndarms vorgenommen. Das Jejunum (der vom Zwölffingerdarm bis zum Krummdarm reichende Abschnitt des Dünndarms) wird etwa 70 cm bis 200 cm hinter dem Übergang zum Duodenum (Zwölffingerdarm)abgetrennt und mit einem künstlich geschaffenen Magenpouch in der Nähe der Speiseröhre verbunden. Die stillgelegte Jejunumschlinge wird wie bei der Roux-en-Y-Operation End-Zu-Seit verbunden. Die Nahrung gelangt direkt aus der kleinen oberen Magentasche in den Dünndarm.

Welche Gefahren und Komplikationen birgt der Roux-en-Y Magenbypass?

Die Operationstechnik ist sehr komplex und bietet alle gängigen Komplikationsmöglichkeiten der Bauchchirurgie. Im Gegensatz zum Magenband werden grundlegende Veränderungen am Verdauungsapparat vorgenommen. Die Neuverbindungen zwischen Magen und Dünndarm stellen ein potentielles Risiko dar. Die Komplikationsrate wird bei laparoskopischer Technik mit 5 % angegeben (gegenüber 16 % bei offener Operation). Menstruierende Frauen benötigen eine zusätzliche Medikation von Eisenpräparaten.
Zur Schwangerschaftsverhütung ist die "Pille" nach Magenbypass nicht mehr zuverlässig.


Nach: www.klinikum-konstanz.de/kliniken/chirurgie1/adipositas.html

 

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